Sechs Medaillen für BSV-Leichtathleten bei Norddeutschen Meisterschaften

Das Stadion Buniamshof in Lübeck war in diesem Jahr Austragungsort der Norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften der Altersklassen U16 und U20. Die Athletinnen und Athleten des Buxtehuder SV glänzten dabei mit einem Norddeutschen Meistertitel, drei Vizemeistertiteln und weiteren zwei dritten Plätzen.

Mehrkämpferin Clara Passauer (U16) untermauerte ihre derzeit starke Form mit einem Sieg über 300 m Hürden in 45,89 s. Dabei bezwang sie die Favoritin Charlotte Heser aus Berlin, die eine bessere Vorleistung als Clara vorweisen konnte. Direkt nach dem Zieleinlauf ging es für Clara zum Speerwerfen, wo sie infolge eine Zeitplanverzögerung beim Hürdenlauf schon auf die ersten beiden Versuche verzichten musste. Mit ihrem ersten Wurf konnte sie sich noch für den Endkampf qualifizieren und schob sich dann unterstützt vom rhythmischen Klatschen der Zuschauer im letzten Durchgang mit 38,15 m noch auf Platz 2 vor. Fast hätte sie ihre Medaillensammlung über 80 m Hürden noch komplett gemacht. In einem ganz engen Zieleinlauf lief sie mit neuer persönlicher Bestzeit von 12,18 Sekunden auf Platz 6 ein, die Bronzemedaille verpasste sie aber nur um 0,06 s. In der gleichen Altersklasse liefen über 100 m Oluwasola Omishade und Sophia Andreev mit 13,29 Sekunden exakt die gleiche Zeit. Für Oluwasola war es die Einstellung ihrer Bestleistung, Sophia machte von bisher 13,55 s einen gewaltigen Sprung nach vorn. Die Zeiten reichten zwar nicht für ein Weiterkommen in die Zwischenläufe, beide gehören aber dem jüngeren Jahrgang an und dürfen auch im nächsten Jahr noch in der U 16 starten.

Für weitere Medaillen waren dann die Jungen in der Altersklasse U16 verantwortlich. Trotz der für die langen Läufe nicht förderlichen hochsommerlichen Temperaturen konnte sich Liam Timm über 3000 m auf 9:38,51 min verbessern und wurde damit Norddeutscher Vizemeister. Fast hätte es mit Lasse Jentsch in diesem Lauf einen weiteren Buxtehuder Medaillengewinner gegeben. Er lieferte sich in der letzten Runde einen packenden Zweikampf mit einem Berliner Läufer um Platz 3. Diesen verlor er zwar knapp, wurde aber mit einer Zeit von 9:50,32 min und der damit verbundenen Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über diese Strecke belohnt. Damit hat er nach den 1500 m Hindernis in einer zweiten Disziplin die DM-Norm erfüllt.

Die starke Vorstellung der Buxtehuder Läufergarde komplettierte Mats Finger mit seinem dritten Platz über 800 m. Er konnte sich vor den anstehenden Deutschen Meisterschaften ein weiteres Mal steigern und ist nun bei 2:04,54 min angelangt. In diesem Lauf brachte Liam Timm das seltene Kunststück fertig seine Bestleistung als Siebter von 2:07,76 min auf die Hundertstelsekunde genau einzustellen.

Aber nicht nur die Jungen überzeugten in den Laufwettbewerben. Auch Luzie Knebel konnte wieder eine Medaille mit nach Hause nehmen. Sie stellte sich als U18 Athletin der Konkurrenz in der Altersklasse U 20 über 1500 m. In der ersten Hälfte des Rennens blieb das Feld der Läuferinnen bei mäßigem Tempo noch geschlossen zusammen. Dann zog die Wolfsburgerin Milana Bornhardt das Tempo an und nur Luzie konnte ihr noch folgen. Auf der Zielgeraden war dann aber die Athletin vom VfL Wolfsburg die spurtstärkere Läuferin und verwies Luzie auf Platz 2. In neuer persönlicher Bestzeit von 4:41,03 min ließ sie in diesem Rennen zwei Braunschweiger Läuferin hinter sich, die mit schnelleren Zeiten in den Meldelisten standen, dem Tempo der beiden Erstplatzierten überraschenderweise aber nicht folgen konnten.

Ebenfalls mit der älteren Konkurrenz nahm es Emma Eichner (U18) über 400 m Hürden auf. Nach 250 m noch auf Platz 5 liegend, lief sie ganz starke letzte 150 m und wurde noch mit der Bronzemedaille belohnt. Die erzielten 65,10 s waren nicht nur Bestzeit, sondern auch neuer Vereinsrekord, der zuvor 38 Jahre Bestand hatte. Zudem hätte sie mit dieser Leistung sogar die DM-Norm für die Altersklasse U20 unterboten.

In der Altersklasse U20 bei den Jungen schrammte Leon Scheffer zum wiederholten Male in seiner Karriere ganz knapp an einer DM-Norm vorbei. Über 200 m fehlten 0,02 s an der geforderten Leistung von 22,40 s. Zum Glück hatte er sich aber schon über die 400 m für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren können.

Ein Medaillenkandidat war sicherlich auch Simon Rödenbeck über 400 m Hürden. Er blieb aber an der zweiten Hürde hängen und kam dann beim Bodenkontakt hinter der Hürde zu Fall. Beeinträchtig war er zudem durch eine krankheitsbedingt nicht nach Plan laufende Trainingswoche zuvor. Dies machte sich auch im 400 m Rennen bemerkbar, das er als Fünfter in 50,87 s abschloss.

Über 1500 m und 5000 m hatte sich Fabian Mikolaiczyk für diese Meisterschaften qualifizieren können. Er nahm auch die Strapazen auf sich und ging über beide Strecken an den Start. Über 5000 m konnte er sich gleich um 27 Sekunden verbessern und belegte mit 17:03,79 min Platz 7. Trotz dieses Laufes in den Beinen hätte es am Tag darauf über 1500 m fast noch zu einer weiteren Bestzeit gereicht. Diese verpasste er mit 4:19,77 min um 0,04 s nur hauchdünn.

Weitere Ergebnisse:

M15 800 m Benjamin Mikolaiczyk 2:13,91 min
W15 800 m Emily Messerschmidt 2:33,47 min
W15 800 m Hürden Oluwasola Omishade 13,59 s
W15 Weitsprung Clara Passauer 4,94 m
U20 400 m Emma Eichner 61,16 s
W15 4x100 m Kristin Stark, Sophia Andreev, Josefine Lewis, Oluwasola Omishade 52,15 s

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