Gleich mehrere Glanzlichter setzten Buxtehuder Leichtathleten am Wochenende bei drei Sportfesten im norddeutschen Raum. Neben den schon kürzlich für die Deutsche Meisterschaften qualifizierten Luzie Knebel und Clara Passauer, die beide eine weitere DM-Norm unterboten, können nun auch Emma Eichner, Mats Finger und Leon Scheffer für die DM planen.
Beim Nationalen Sportfest des HSV in der Hamburger Jahnkampfbahn, gingen Leon Scheffer und Simon Rödenbeck (beide U20) nach zwei Staffelrennen über die 400 m Strecke erstmals in einem Einzelrennen über die Stadionrunde an den Start. Dabei konnte Leon seine Bestleistung um 1,4 Sekunden verbessern und unterbot mit seinen gelaufenen 50,30 s die DM-Norm um 0,2 s. Simon ist noch nicht in der Form des Vorjahres und muss seine Zeit von 50,83 s noch steigern. Sein Ziel ist aber auch eher die Qualifikation über die 400 Meter Hürdenstrecke.
Der nächste DM-Fahrer aus dem Buxtehuder Lager ist Mats Finger aus der Altersklasse U16. Er ist nun nach einer Steigerung von knapp 4 Sekunden über die 800 m Strecke bei 2:05,27 min angelangt. Über die gleiche Strecke konnten auch Liam Timm und Benjamin Mikolaiczyk (ebenfalls U 16) ihre bisherigen Laufzeiten verbessern. Liam, schon über die 3000 m Strecke für die DM qualifiziert, steigerte sich auf 2:10,66 min, Benjamin auf 2:13,51 min. Bruder Fabian Mikolaiczyk (U20) machte einen großen Leistungssprung über 5000 m. Für ihn stehen jetzt 17:30,85 min zu Buche.
Über die 1500m Strecke war Luzie Knebel nicht wirklich von der Konkurrenz gefordert, lief aber trotzdem mit 4:48,00 min eine Zeit, mit der sie bei der DM sowohl in der Altersklasse U18 als auch in der Altersklasse U20 starten darf.
Erfreulich aus Buxtehuder Sicht ist, dass wieder vier Athletinnen aus der Frauenklasse an den Start gingen. Larissa Weber, Anna Ropers sowie die Schwestern Jolea und Selina Langhoff liefen als Team über 4 x 100 m und mussten sich mit der Staffel des Hamburger SV messen, die im letzten Jahr Deutsche Vizemeisterinnen bei der DM in Dresden wurden. Die vier Buxtehuder Athletinnen kamen in 50,39 s ins Ziel und qualifizierten sich damit für die Norddeutschen Meisterschaften. In den Einzelrennen über die 100m Strecke lief Larissa 13,25 s, Jolea 13,58 s und Selina 13,82 s. Anna bevorzugte die 100 m Hürdenstrecke und darf nun mit ihren gelaufenen 15,59 Sekunden auch bei der NDM an den Start gehen.
Nach Bremen musste Emma Eichner reisen, um über die 400 Meter Hürden starten zu können. Nachdem sie in der Woche zuvor mit Bestzeiten über 100 und 200 m ihre gute Form andeutete, gelang ihr über die Hürdenstrecke gleich im ersten Rennen mit 65,79 s die Qualifikation für die DM.
Das Auf und Ab einer Mehrkämpferin erlebte Clara Passauer (U 16) bei einem Siebenkampf in Edemissen. Gleich in der ersten Disziplin dem Weitsprung gab es einen kleinen Dämpfer für Clara. Nach zwei Sprüngen, bei denen sie vor dem Balken absprang, trat sie leider im dritten Versuch knapp über. Dieser Sprung wäre deutlich über der 5 m Marke gewesen, so musste sie sich mit 4,77 m zufriedengeben. Auch der Hochsprung lief mit 1,44m nicht nach Wunsch, dafür konnte sie sich aber über 100 Meter gleich um über 0,4 s auf 13,39 s steigern. Um noch die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften zu erreichen, musste am zweiten Wettkampftag eigentlich schon außergewöhnliches passieren. Am frühen Morgen gelang ihr gleich mit 12,41 s eine neue Bestleistung über 80 m Hürden. Folgen ließ sie 39,52 m im Speerwerfen, nicht nur persönlicher Rekord, sondern auch Qualifikation für die U16 DM in dieser Disziplin. Den abschließenden 800 m Lauf gewann sie dann mit großem Vorsprung vor dem übrigen Teilnehmerfeld. Dies war auch notwendig, denn mit ihrer Zeit von 2:30,40 min lag sie am Ende genau 13 Punkte über der geforderten DM-Norm von 3600.
Da sie nun schon im Mai die Qualifikation für die Deutschen Einzel- als auch Mehrkampfmeisterschaften in der Tasche hat, kann sie die kommenden Wettkämpfe doch entspannter angehen.