Landesmeisterschaften der Leichtathleten

Vor den anstehenden Norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften standen vorab noch die gemeinsamen Landesmeisterschaften der Verbände Hamburgs und Schleswig-Holsteins für die Altersklassen ab U16 und älter im Wettkampfkalender. Buxtehuder Athleten konnten sechs Meistertitel erringen und ein Athlet überzeugte mit seiner nun dritten erfüllten Norm für die Deutschen U20 Meisterschaften. 

Fünf der sechs gewonnen Meistertitel gingen auf das Konto unserer U 16 Leichtathleten und Leichtathletinnen, für die der Wettkampf damit besonders erfolgreich verlief. Im 800 Meter Lauf der Altersklasse M15 gab es gar einen Doppelsieg durch Mats Finger und Liam Timm, die beide mit 2:05,13 min bzw. 2:07,76 min genauso persönliche Bestleistungen erzielten wie der Viertplatzierte Benjamin Mikolaiczyk, der mit einer deutlichen Steigerung auf nunmehr 2:11,75 min gefallen konnte. Benjamin holte sich zuvor schon den Titel im Speerwerfen mit 37,77 m. Auch auf der 800 m Strecke brillierte bei den Mädchen Emily Messerschmidt (W15), die mit einer wahren Leistungsexplosion aufwarten konnte. Bei ihrem Siegeslauf verbesserte sie sich im Vergleich zum Vorjahr gleich um 10 Sekunden auf 2:28,79 min. Ebenfalls als Siegerin ging Mehrkämpferin Clara Passauer (W15) im Speerwerfen mit 37,47 m hervor. Sie ging zwar noch über 100 m an den Start und lief in Anbetracht des starken Gegenwindes von -2,7 m/s mit 13,48 s eine sehr gute Zeit, verzichtete dann aber wegen muskulärer Probleme auf die Teilnahme an weiteren Disziplinen.

Den fünften Sieg in der Altersklasse U16 konnte Sophia Andreev (W14) für sich verbuchen. Im Hochsprungwettbewerb sprang sie sich in einen wahren Höhenrausch. Nach 1,50 m, die sie im zweiten Versuch meisterte und schon neuen persönlichen Rekord bedeutete, schraubte sie ihre Bestleistung bei ihrem Siegessprung über 1,53 m noch weiter nach oben.

Auch so hoch wie noch nie sprang Josephine Lewis (W15), die sich aber mit ihren übersprungenen 1,43 m mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben musste. Ebenso knapp einen Medaillenrang verpasste gleich zweimal Oluwasola Omishade (W14), die 13,33 s über 100 m und 13,52 s über 80 m Hürden vorweisen konnte. Alina Sarnau (W15) hatte mehr Glück und holte sich mit 8,29 m die Bronzemedaille im Kugelstoßen.

In der Altersklasse U18 lief Luzie Knebel wie so oft über 1500 Meter ein einsames Rennen vor dem übrigen Teilnehmerfeld und gewann den Titel in 4:49,00 min. Kürzlich startete sie über diese Strecke auch bei der „Langen Laufnacht“ in Karlsruhe. Hier kamen über 1100 Teilnehmer aus 25 Nationen zusammen, um sich über die Laufstrecken von 800 m bis 5000 m zu messen.

Bei sonnigen 30 °C konnte sie ihre Bestleistung auf 4:42,95 min verbessern und war in ihrem Jahrgang Zweitschnellste hinter einer Schweizer Läuferin. Bei den Landesmeisterschaften ging sie am zweiten Tag noch über 800 m an den Start, allerdings in der Frauenklasse. Die Entscheidung hatte sich gelohnt, denn endlich konnte sie einmal in der Mitte des Teilnehmerfeldes mitlaufen. Sie kam als Sechste mit 2:18,79 min ins Ziel, eine Zeit, die sie auf den zwei Stadionrunden bisher noch nicht gelaufen war.

Einen gewaltigen Leistungssprung machte Emma Eichner über 400 m. Mit ihren 60,47 s war sie um fast drei Sekunden schneller als im Vorjahr. Grundlage für ihre Steigerung ist die verbesserte Sprintschnelligkeit, die sie in ihren bisherigen 100 und 200 m Rennen zeigen konnte.

Amelie Fritsch kam im Weitsprung in den Endkampf der besten acht und stellte ihre Saisonbestleistung im Weitsprung mit 4,96 m ein. Damit sprang sie zum wiederholten Male in diesem Jahr fast zentimetergenau diese Weite. Der Sprung über die 5 Meter Marke will ihr aber einfach noch nicht gelingen.

Nachdem Simon Rödenbeck und Leon Scheffer schon die DM-Norm über 400 m in der Tasche hatten, starteten die beiden einen weiteren Versuch auch die Norm über 200 m von 22,40 s zu unterbieten. Dies gelang Leon in 22,57 s noch nicht, dafür aber Simon mit 22,39 s hauchdünn. Für die Deutschen Meisterschaften hat er jetzt die Auswahl über 200 m, 400 m oder 400 m Hürden starten zu können.

Gut in Form ist auch Fabian Mikolaiczyk, der nach Bestleistungen in diesem Jahr über 3000 m, 5000 m und 3000 m Hindernis nun auch über 1500 m mit einer Steigerung aufwarten konnte. Als Fünfter des U20 Rennens lief er in 4:19,73 min über die Ziellinie.

In der Frauenklasse gelang Anna Ropers bei für Sprinterinnen ungünstigen äußeren Bedingungen über 100 m mit 12,77 s in den Endlauf, in dem sie mit 12,82 s Siebte wurde. Jolea Langhoff wurde im Speerwerfen mit 36,72 m Vizemeisterin und lief über 200 m in 27,67 s Bestzeit. Über die gleiche Strecke ist Larissa Weber in diesem Jahr nun bei 27,12 s angelangt.

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