Bei den ersten Wettkämpfen der neuen Freiluftsaison 2026 zeigten einige Buxtehuder Leichtathlet:innen schon eine sehr gute Frühform. So unterboten drei BSVer die Qualifikationsnormen für die Deutschen Meisterschaften in Einzeldisziplinen, weitere zwei Athleten erfüllten die Norm als Mitglieder zweier Staffeln.
Luzie Knebel ist in die Altersklasse U18 aufgerückt und musste im Vergleich zum Vorjahr erstmals die längere 2000 m Hindernisstrecke bewältigen. Sie kam aber sehr gut mit der neuen Herausforderung zu Recht, unterbot gleich die DM-Norm und lief in Winsen mit 7:12,19 min eine Zeit, die im letzten Jahr für Platz 11 in der Deutschen Bestenliste gereicht hätte.
Deutlich unterbot auch Mehrkämpferin Clara Passauer die Norm für die DM in Bochum über die 300 m Hürden in der Altersklasse U16. In einem hochkarätig besetzten Rennen in Flensburg, bei dem gleich drei Athletinnen unter der DM-Norm blieben, lief sie als Siegerin in 46,43 s über die Ziellinie. Zuvor hatte sie schon ihre Vielseitigkeit mit 12,54 s über 80 m Hürden und 36,28 m im Speerwerfen unter Beweis gestellt.
Der dritte Buxtehuder Leichtathlet, der zu den Deutschen Meisterschaften fahren darf, ist Liam Timm, der ebenfalls der Altersklasse U16 angehört und in Lübeck die 3000 m in 9:51,16 min gewann. Im gleichen Lauf hatte Vereinskamerad Lasse Jentsch unglaubliches Pech. Trotz Steigerung seiner Vorjahresbestleistung um fast 30 Sekunden fehlten ihm nur 0,18 s zur geforderten Qualifikationsleistung von 9:55 min. Es wäre ihm zu gönnen, wenn er diese Zeit in einem der nächsten Rennen noch unterbieten kann und für seinen Trainingsfleiß belohnt wird. Mit Benjamin Mikolaiczyk konnte ein weiterer BSVer Liam und Lasse im Rennverlauf längere Zeit folgen, verlor dann aber den Anschluss und kam mit 10:27,01 min ins Ziel, was aber die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften bedeutete. Freuen durfte er sich auch über eine deutliche Steigerung auf 36,20 m beim Speerwerfen. Sein Bruder Fabian (U20) war auch im 3000 m Lauf vertreten, da alle Altersklassen in einem Lauf zusammengefasst wurden. Er führte mehrere Runden das Buxtehuder Quartett an, so dass die anderen drei im Windschatten laufen konnte. Er reihte sich am Ende zwischen Liam und Lasse ein und lief mit 9:52,42 min erstmals unter 10 Minuten.
Ebenfalls über 3000 m ging im Rennen des weiblichen Teilnehmerfeldes Emily Messerschmidt (U16) an den Start. Sie hat nach mehreren krankheitsbedingten Ausfällen noch einen Trainingsrückstand und kam in 12:03, 62 min noch nicht wieder an ihre Bestzeit von 11:44,21 min heran.
Unter ungünstigen Windbedingungen hatten die Sprinter und Weitspringer zu leiden. So hatten Simon Rödenbeck und Leon Scheffer bei ihrem 200 m Lauf mit einem Gegenwind von -1,8 m/s zu kämpfen. Mit 22,61 s bzw. 22,83 s blieben sie auch dadurch noch über der DM-Norm von 22,40 s. Beide hatten ihr Erfolgserlebnis aber schon ein paar Tage zuvor beim Frühjahrestest des HSV. Zusammen mit den Neugrabenern Nils Hoffmann und Rayen Braham konnten sie als Startgemeinschaft HNT Hamburg/ Buxtehuder SV sowohl mit der 4x 100 m Staffel als auch mit der 4 x 400 m Staffel die DM-Norm knacken.
Stark verbessert über die beiden Sprintstrecken 100 m und 200 m zeigte sich die 400 m Hürdenspezialisten Emma Eichner. Trotz des Gegenwindes hat sie nun über 100 m 13,58 s und über 200 m 27,31 s zu Buche stehen. Damit kam sie ganz nahe an Trainingspartnerin Larissa Weber aus der Frauenklasse heran, die für die 200 m 27,29 s brauchte.
Amelie Fritsch und Amanda Falk (beide U18) gingen im Weitsprung an den Start und landeten bei 4,90 m bzw. 4,45 m in der Grube. Amelie dürfte bei Rückenwind in diesem Jahr durchaus der erste Sprung über 5 m zuzutrauen sein. Für Amanda, die sehr sicher den Absprungbalken traf, war es der erste Weitsprungwettkampf überhaupt.
In der Altersklasse W14 stand Oluwasola Omishade gleich zweimal ganz oben auf dem Siegerpodest. Die 100 m gewann sie in 13,65 s, den Weitsprung bei deutlichem Verbesserungspotenzial bei der Landung mit 4,42 m. Josefine Lewis (W15) konnte sich über eine neue persönliche Bestleistung von 1,40 m im Hochsprung freuen. Kristin Stark konnte ihre eine Woche zuvor aufgestellte Bestleistung von 1,39 m nicht verbessern und schloss den Wettkampf mit 1,36 m ab.