Gleich an zwei verschiedenen Wettkampforten waren Buxtehuder Leichtathleten am letzten Wochenende im Einsatz. In Neubrandenburg wurden für die Altersklassen U 20 sowie Männer und Frauen die Norddeutschen Meister in der Halle gekürt, in Hamburg ermittelten zur gleichen Zeit die Mehrkämpfer aus Hamburg und Schleswig-Holstein ihre Titelträger.
Einen Norddeutschen Meistertitel gewannen die beiden BSV-Athleten Leon Scheffer und Simon Rödenbeck als Mitglieder der 4 x 200 m Staffel der Startgemeinschaft HNT Hamburg/ Buxtehuder SV. Die Siegerzeit von 1:30,27 Minuten, die sie zusammen mit den Hamburgern Nils Hoffmann und Rayen Braham erreichten, macht Hoffnungen auf eine vordere Platzierung bei den Deutschen U 20 Meisterschaften vom 20.2. – 22.2.26 in Sindelfingen.
In den Einzeldisziplinen hatte Leon mit Platz 5 im Hochsprung seine beste Platzierung. Mit den im letzten Versuch übersprungenen 1,89 m konnte er seine erst kürzlich um 9 cm verbesserte persönliche Bestleistung noch einmal um 2 cm steigern. Diese Höhe sprang auch der Zweitplatzierte des Wettbewerbs, Leon hatte aber von allen höhengleichen Springern die meisten Fehlversuche auf dem Konto. Über 200 m unternahm er den Versuch, noch die Qualifikationsleistung für die Deutschen U 20 Meisterschaften von 22,70 s zu unterbieten. Leider missglückte dieses Unterfangen, da er nun schon zum dritten Mal in dieser Hallensaison mit 22,74 Sekunden exakt die gleiche Zeit lief und ihm damit 0,04 s zur Norm fehlten.
Noch knapper machte es Simon Rödenbeck, dem im Vorlauf nur eine Hundertstelsekunde zur DM Norm fehlte. Er erreichte mit seiner Zeit zwar den B-Endlauf, musste dort aber auf der Innenbahn starten und hatte so keine reelle Chance auf eine Verbesserung der Vorlaufleistung. Letztendlich erreichte er den achten Platz unter den 23 qualifizierten Läufern. Auch über die 400m war er nicht vom Glück verfolgt. In der Startkurve, die noch in Bahnen gelaufen werden musste, berührte er zweimal die innere Begrenzungslinie seiner Bahn und wurde so im Nachhinein disqualifiziert. Die beiden Erstplatzierten seines Laufes mit denen er Brust an Brust über die Ziellinie lief, unterboten die DM-Norm von 50,50 Sekunden, was ihm durch die Disqualifikation versagt blieb.
Die beste Buxtehuder Platzierung in den Einzeldisziplinen erreichte Luzie Knebel im 1500 m Rennen, das sie gegen zum Teil drei Jahre ältere Gegnerinnen bestritt. Nach zögerlichem Anfangstempo setzte sich Luzie gegen Mitte des Rennens couragiert an die Spitze des Feldes und riss dieses auseinander. Nur Milana Bornhardt vom VfL Wolfsburg konnte ihr folgen, überspurtete Luzie dann aber auf den letzten Metern des Rennens. In 4:49,30 min konnte sich Luzie aber über den Norddeutschen Vizemeistertitel freuen. Am zweiten Wettkampftag ging sie auch doch über die 800 m an den Start und wurde in 2:18,79 Minuten Fünfte.
Mit Fabian Mikolaiczyk und Emma Eichner griffen zwei weitere Buxtehuder in das Wettkampfgeschehen ein. Fabian, der kürzlich Hamburger Crosslaufmeister in der Altersklasse U 20 geworden ist, lief in Neubrandenburg mit 4:25,57 Minuten eine neue Bestzeit über 1500 m.
Emma startete über 400 m, ging das Rennen aber etwas zu langsam an und verpasste damit wahrscheinlich einen neuen persönlichen Rekord. Ihre 63,50 s waren nur 0,03 s langsamer als ihre Freiluftbestleistung.
Glänzend aufgelegt zeigten sich die Buxtehuder Mehrkämpferinnen der Altersklasse U16. Die formstarke Clara Passauer gewann den Fünfkampf mit 2615 Punkten und verpasste damit den Hamburger Hallenrekord nur um 5 Punkte. Auf Platz 3 folgte mit Sophia Andreas eine weitere Buxtehuderin, die 2288 Punkte erzielte und damit den zweiten Platz nur um einen Punkt verfehlte.
Clara stellte im Rahmen des Fünfkampfes mit 1,52 m im Hochsprung und 9,97 m im Kugelstoßen zwei neue Bestleistungen auf. Aber auch die 9,50 Sekunden über 60 m Hürden und die 4,87 m im Weitsprung können sich sehen lassen, zumal sie beim Weitsprung den Absprungbalken nicht traf.
Sophia gefiel besonders beim Hochsprung, wo sie sich auf 1,48 m steigern konnte. Nervenstark zeigte sie sich beim Kugelstoßen und Weitsprung. Nach nicht so guten ersten Versuchen erzielte sie ihre beste Leistung jeweils im dritten und letzten Versuch.
In der Mannschaftswertung verpassten die BSV-Mädchen nur knapp den Titel. Der HSV lag am Ende nur 16 Punkte vor den Buxtehuderinnen. Dabei hatte man noch das Pech, dass Oluwasola Omishade ihre Anfangshöhe im Hochsprung nicht meistern konnte und somit 300 Punkte auf der Habenseite fehlten. Sie zeigte ihre beste Leistung mit 4,74 m im Weitsprung. Backup der Mehrkampfmannschaft war Johanna Tietze, die besonders in der Laufdisziplinen 60 m Hürden und 800 m überzeugen konnte. Leider musste sie im Weitsprung aber nach zwei ungültigen Versuchen einen Sicherheitssprung machen und verschenkte so einige Punkte.
Beim Nachholtermin der Hamburger Meisterschaften der Männer und Frauen konnte der BSV mit Larissa Weber, Julia und Selina Langhoff erfreulicherweise gleich drei Athletinnen in der Frauenklasse in den Sprintdisziplinen 60 m und 200 m an den Start bringen. Larissa war in beiden Disziplinen die schnellste und kratzte mit 8,44 s bzw. 27,76 s an ihren Hallenbestleistungen. Diese konnte Jolea in beiden Disziplinen verbessern. Im dritten Vorlauf gewann sie das direkte Duell gegen ihre Schwester Selina mit 8,51 s zu 8,76 s. Die 27,99 s über 200 m bedeuteten dann ihre zweite persönliche Bestleistung in der Halle.