Jugendreise "Gute Laune" 2017

Die Jugendreise „Gute Laune“ vom BSV 2017

Alles stand in der Woche vom Samstag, den 01.07.2017, bis zum Samstag, den 08.07.2017, in Scharbeutz fest unter dem Motto GUTE LAUNE.

beachchallenge

Am Samstag, den 01.07.2017, trafen sich die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Lea Dammert, David Morley und mir an der Südseite am Bahnhof in Buxtehude. Die Gruppe der 9 – 14 jährigen Kinder und Jugendlichen fuhr in Begleitung von Lea und David mit dem Zug nach Scharbeutz. Das Reisegepäck wurde zuvor in den BSV eigenen Vereinsbus verlanden und von mir sicher an die Ostsee transportiert. Trotz Vollsperrung der Autobahn und Verspätungsalarm bei der Deutschen Bahn kamen wir alle fast zeitgleich an der Jugendherberge in Scharbeutz an.

Der Zeltplatz stand durch den zuvor eingesetzten Regen stark unter Wasser. Aber getreu nach unserem Motto minderte dies unsere Stimmung keineswegs. Ein bisschen Regen sollte uns nicht von dem Beginn einer actionreichen und coolen Woche abhalten. Nach der Ankunft gingen wir zuerst als geschlossene Gruppe zum direkt gegenüber liegenden Strand auf Erkundungstour. Dort veranstaltete unsere Gruppe erste Kennenlernspiele. Nach der Zelteinteilung und der ersten Eingewöhnung nahmen wir das Abendessen zu uns. Ein Energizer wurde abends eingeführt und der „gute Laune“ Schlachtruf wurde geübt und mehrfach in der ganzen Woche zum Beginn oder Abschluss einer Aktivität. Damit war auf dem ganzen Platz direkt klar, dass wir die bestgelaunteste Gruppe auf dem Zeltplatz sein würden. Dies haben wir alle mit der guten Laune-Runde wissen lassen.

Bevor der Tag beendet wurde, stellten wir weitere „Regeln“ für die Woche auf, die in einer konstruktiven Gruppenarbeit zusammengefasst wurden und unter dem Motto „Was uns wichtig ist“ prägnant zusammengefasst wurde. Dazu zählten Pünktlichkeit, keine Gewalt, Gesprächsregeln beachten und viele weitere Punkte, die von den Jugendlichen selbst genannt wurden. Alle durften dann auf dem Plakat mit ihrer Unterschrift besiegeln, dass sie die Regeln akzeptieren. Um 22:00 Uhr war Nachtruhe und die sieben Jungs waren in ihrem Zelt und die acht Mädels in zwei vierer Gruppen aufgeteilt auf zwei Zelte.

Am Sonntag, den 02.07.2017, ging es um 7.45 Uhr los mit dem ersten Frühstück. Zuvor waren vier Mädels mit David und mir eine Runde laufen. Frühsport gab es demnach auch - wie soll es bei einer Reise vom Sportverein auch anders sein?

Da das Wetter uns auch nach der ersten Nacht einen Strich durch die Rechnung machen wollte, widmeten wir uns kurzerhand als Gruppe der ersten von drei Kreativaufgaben. Thema des ersten Kreativteils war sowohl von künstlerischer als auch kreativer Natur: Aufgabe bestand darin, einen noch weißen Stoffbeutel individuell mit Textilfarbe für sich zu gestalten. Wir, das Betreuer Trio, waren hoch beeindruckt, wie kreativ und präzise die Beutel mit den einzelnen Motiven gestaltet wurden. HSV Flaggen, Palmen, Sonnen, Wellen, Zelte und der eigene Name kamen unter anderem als Gestaltungsideen auf den Stoff und wurden schon zu Beginn der Reise dort verewigt. Am nächsten Tag wurde die Farbe dann mithilfe eines Bügeleisens wasserfest fixiert. Nach dem Mittagessen sollte es sportlich zugehen: Gemeinsam powerten wir uns in 1,5h in der Sporthalle bei coolen und abwechslungsreichen Spielen aus. Anschließend stand der erste Kontakt mit dem Wasser für einige Wasserratten an. Trotz des kalten Wassers war eine Gruppe aus Mädchen nicht zu halten und verbrachten doch eine lange Zeit in der kalten Ostsee. Gesellschaftsspiele rundeten den Tag ab nach dem Abendessen ab. Die zweite Nacht verlief dann bereits ruhiger nach einem Tag voller Anstrengung für Körper und Kopf.

Am Montag, den 03.07.2017, waren die Kinder sowie Lea und David dann allerdings noch so im Reich der Träume, dass ich alleine mein Frühsportprogramm an der Promenade direkt an der Ostsee durchmachte. Gut gestärkt nach dem Frühstück stand an diesem Tag Minigolf auf dem Plan. Die Anlage war fußläufig gut zu erreichen, da sie nur wenige Hundert-Meter entfernt von unserem Zeltplatz war. In dreier Gruppen spielten wir uns durch die 18 Bahnen und hatten riesigen Spaß. Das Wetter war sonnig warm und einfach perfekt. Abends liefen wir dann zum Timmendorfer Strand. Der Fußmarsch war dann allerdings schon sehr viel länger. Auf dem Weg führten wir unsere Wochenchallenge ein. Drei Teams wurden gelost. Jedes Team musste sich dann einen Namen, Schlachtruf und Menschengebilde einfallen lassen und präsentieren. Leas Team präsentierte sich als „Strandmöwen“ Davids Team „No Name“ überzeugte mit einer kreativen menschlichen Pyramide, während mein Team „Barfuß“ am Strand den Schlachtruf „Buxtehude, Buxtehude, Buxtehude“ brüllte. Weiter ging es am Strand Richtung Überraschung am Strand weiter. Davids Vater hatte am Grillstrand alles für ein gemeinsames Grillen vorbereitet, da in der Jugendherberge ein Lagerfeuer nicht möglich war. Es gab Salate, Würstchen, Brot, Kartoffeln und für die Vegetarier Gemüse und Tofu Würstchen. Auf dem Weg dahin kam rücklings eine dunkle Wetterfront auf uns zu. Diese wurde uns, wie sich dann herausstellte, zum Verhängnis. Nach der Ankunft am Timmendorfer Strand gab es noch einen Lauf- sowie einen Liegestützwettkampf, während das Essen auf den Grill gelegt wurde. Kurze Zeit später fing es ärgerlicherweise dermaßen an zu regnen, dass David und ich kurzentschlossen den Vereinsbus von der Jugendherberge holten, um die Kinder zurück zu shutteln. Als wir schließlich gehetzt wieder am Strand ankamen, war die Stimmung super. Einige saßen im Strandkorb, andere standen unter einem Dach eines Toilettenhauses und viele standen einfach mitten im Regen um den Grill herum. Alle waren zu unserer Überraschung munter, fröhlich und gut gelaunt. Sie aßen die teilweise nassen Würstchen und Brötchen ohne auch nur einen Mucks der Beschwerde von sich zu geben. Einfach nur toll! Nachdem der nächste heftige Schauer mit großen schweren Regentropfen hereinbrach, fuhr ich sieben Kinder und Lea zum Zeltplatz, der natürlich wieder komplett unter Wasser stand. Nach einer kurzen Regenpause lud ich daraufhin die zweite Gruppe Kinder ein. Alle sprangen erst einmal unter die warme Dusche, trockneten sich und zogen warme und trockene Kleidung an. Die weiterhin heitere Stimmung hielt dann abends bei Gesellschaftsspielen und Tischtennis – in der Regenpause – an. Gemeinsam kam abends mit Lea und David die Überlegung auf, uns nicht vom frühen Frühstück den Tagesablauf bestimmen zu lassen und vielmehr unter dem Motto „Gute Laune“ den Kindern genug Freizeit zu gewähren und kein „Boot Camp“ sein zu wollen.

Also gaben wir vor dem Schlafengehen bekannt, dass Dienstag ein „Ausschlaf-Tag“ sein wird.

Am Dienstag, den 04.07.2017, also konnte somit jeder den Vormittag so nutzen, wie er mochte.

Die meisten Mädchen saßen mit uns am Frühstückstisch und sind anschließend mit Lea und mir in die Stadt mit dem Vereinsbus gefahren. Auf dem Rückweg trafen wir durch Zufall die Jungs Gruppe, die nach dem Ausschlafen in die Stadt gegangen waren, um sich vor Ort mit einem Frühstück zu stärken, da sie das Frühstück in der Jugendherberge zugunsten Ausschlafens ausfallen hatten lassen. Die Jungs hatten somit das Glück, dass sie mit uns zurück fahren konnten.

Am Nachmittag des Tages stand dann ein Klettern im Waldhochseilgarten in Timmendorfer Strand an. Eine Gruppe machte sich zu Fuß auf den Weg, während die zweite Gruppe mit dem Vereinsbus fuhr. Angekommen im Kletterwald ging es nach einer kurzen Einweisung auf die Bäume hoch. Über Netze, Holzstämme waagerecht und senkrecht, Kletterwände, Seilbahnen und vielem mehr ging es von Baum zu Baum. Die mutigsten Jungen und Mädchen wagten sich von Anfang an gleich auf die schwierigste Route. Andere – unter anderem Lea und David – gewöhnten sich zunächst auf dem Einsteiger-Pfad an das Einklinken der Sicherung und die verschiedenen Kletterelemente. Nach dem Abenteuer sind alle hungrig in die Unterkunft zurück. Natürlich durften diejenigen mit dem Bus fahren, die zuvor gelaufen sind.

Am Mittwoch, den 05.07.2017, mussten alle pünktlich aus ihren Betten. Nach dem Frühstück stapften wir zum naheliegenden Bootsanleger und ließen uns nach Niendorf schippern. Von dort aus ging es dann auf eine Wanderung entlang der Steilküste - ein traumhafter Ausblick über die Lübecker Bucht vom sogenannten „Brodtener Steilufer“ aus. Links von uns der steile Abhang sowie das Meer und rechts von uns Felder und die pure Natur umringt von absoluter Stille. Die Kinder waren ebenso begeistert wie Lea und ich. David kannte als Lübecker natürlich schon den Ort, ließ sich aber auch wieder für die Schönheit und die Natur begeistern. Entlang der Küste über mehrere Kilometer trafen wir dann schließlich Travemünde ein. Ab hier ging es dann in Kleingruppen weiter. Bummeln, Eis essen, den Sandstrand genießen, den Hafen erkunden und vieles mehr war hier im touristischen Travemünde, das übrigens noch zu Lübeck gehört, möglich. Zu einer abgemachten Zeit am Nachmittag trafen wir uns alle auf einer wunderschönen Wiese, auf der wir erzählten, spielten und turnten. Ein Bus brachte uns zum Zeltplatz zurück. Am Abend stand dann die zweite Kreativaufgabe an. Es wurden Perlentiere aus Draht gestaltet. So eine „Fummelarbeit“ war allerdings nicht für alle was. Dennoch wurden tolle Tiere mit vielen verschiedenen Farben gestaltet.

Am Donnerstag, den 06.07.2017, ging es direkt nach dem Frühstück zum Hansa Park. Da wir konsequent behauptet hatten, dass wir in der Woche auf keinen Fall in den in Sierksdorf gelegenen Freizeitpark gehen würden, war die Überraschung für die Kinder umso größer. Auch hier schwärmten alle in Kleingruppen, um alles auf dem weitläufigen Gelände zu erkunden und auszuprobieren. Alles, was steil bergauf und bergab ging, ob mit oder ohne Wasser, wurde gefahren, aber auch das Kettenkarussell und andere drehende Fahrgeschäfte wurden ausprobiert. Nach 7 Stunden Aufenthalt trafen wir uns alle am Eingang wieder und fuhren nach dem Highlight der Woche wieder zurück ins Camp. Hier ging es nach dem Abendessen noch an den Strand. Das Wasser war an dem Tag super warm und starke Wellen für Ostseeverhältnisse tobten auf dem Meer. Ein unglaublicher Strandspaß und ein super Abend ließen den Tag wunderbar ausklingen. Müde und glücklich wurde auch die ab 22:00 Uhr herrschende Nacht an diesem Abend als dankbar empfunden.

Am Freitag, den 07.07.2017, gab es den zweiten Ausschlaftag. Um 10.00 Uhr saßen alle vor dem Betreuerzelt – der Treffpunkt die ganze Woche über. Es ging in die letzte Kreativaufgabe. Aus bunten Wollfäden wurden wunderschöne Freundschaftsbänder unter Anleitung der begabten Lea geknüpft. Da das Wetter mal wieder wechselhaft und regnerisch war, passte die gemeinsame Aufgabe perfekt in den Tag. Im Vorfeld hatten die Teilnehmer noch die Aufgabe eine Kreativperformance für den Abschlussabend vorzubereiten. Am Nachmittag waren wir alle noch ein letztes Mal gemeinsam am Strand – es war sonnig und trocken –, um die angefangene Challenge weiter zu führen. Zuvor stürzten alle ins noch immer warme Wasser. Es war herrlich mit den Kindern zu plantschen und sich gegenseitig nass zu spritzen. Danach stand der Sandburgenwettbewerb an. Team „No Name“ verpackte die Aufgabe ganz klassisch und baute eine Burg mit Wassergraben sowie Verzierungen aus Muscheln. Leas Team „Die Strandmöwen“ bauten eine Sandschildkröte und mein Team „Barfuß“ baute eine Palme. Gerade als wir gemeinsam alle Sandbauten bewundert hatten, setzte der Regen wieder ein und wir räumten in Windeseile den Strand. Als wir mit dem letzten Abendessen in der Jugendherberge fertig waren, ging es an die große Einpackaktion, damit wir am nächsten Morgen nicht in Hektik verfallen würden und entspannt aufbrechen konnten. Nach einer guten Laune-Runde führte jeder seine Idee beim Abschlussabend vor. Witze wurden erzählt, sportliche Aktivitäten wurden gefordert und ein wunderbarer Song mit Begleitung von Lea auf der Gitarre wurde von einer Teilnehmerin gesungen. Ein Quiz und vieles mehr erwarteten uns an diesem abwechslungsreichen Abend. Ganz toll, was sich die Jugendlichen überlegt hatten und präsentierten! Eine Teilnehmerin schenkte uns Betreuern selbstgemachte Perlentiere im BSV-Look. Darüber freuten wir uns sehr. Pünktlich zur Nachtruhe lagen schließlich alle in ihrem Schlafsack. Allerdings holten wir die Kinder um 23.30 Uhr wieder aus den Federn, denn geschmückt mit zahlreichen bunten Knicklichtern ging es zur Nachtwanderung an den Strand. Ein Mädchen hatte Samstag nämlich Geburtstag Sie bekam von uns ein Happy-Birthday-Ständchen und eine sprühende Fontäne sowie ein paar Kleinigkeiten am nächsten Morgen Die Stille und Ruhe am Strand wurde von allen genossen. Jeder konnte die Woche für sich Revue passieren lassen. Danach sind alle wieder glücklich in ihre Betten.

Am Samstag, den 08.07.2017, lief alles nach unserem strammen Ablaufplan, der am Vorabend ausführlich besprochen wurde, ab. Sachen fertig packen, in den Bus verladen, frühstücken, Zelt ausfegen, letzte gute Laune-Runde in Scharbeutz und dann gemeinsam mit Lea und David zur Bahnhof nach Scharbeutz. Ich bin fuhr ganz entspannt mit dem Vereinsbus zurück nach Buxtehude. Zur Mittagszeit waren wir alle wieder am Buxtehuder Bahnhof. Die Kinder wurden von ihren Eltern freudig in Empfang genommen. Auch in Buxtehude wurde die Freizeit mit einer letzten guten Laune-Runde abgerundet.

Wir möchten uns bei allen Kinder bedanken, dass sie sich so toll verhalten haben, sich an die Regeln gehalten haben und vor allem jeden Spaß mitgemacht haben. Die Woche war für Lea, David und mich schließlich auch eine tolle Woche Urlaub mit coolen Aktionen und einer herausragenden Gemeinschaft.

Außerdem ein großes Dankeschön an David Morley, der als Organisator die Freizeit geplant hatte. Eine super durchdachte und schöne Woche, die wir ihm zu verdanken haben. Ich bin sicher, dass alle ihren Spaß hatten und mit guter Laune in die restlichen Ferien gegangen sind.

Svenja Liermann, Juli 2017